Der Polterabend


Eigentlich soll der Polterabend am Vorabend der Hochzeit gefeiert werden,

doch in den meisten Fällen wird er um zwei bis drei Tage vorverlegt.

Bekannt gemacht werden Ort und Beginn der Feier durch Zeitungsanzeigen

oder "von Mund zu Mund";

im Gegensatz zur Hochzeitsfeier oder Polterhochzeit erfolgt hier üblicherweise

keine Einladung.

Typisch für diese Feier ist der alte Brauch, Geschirr und Porzellan (kein Glas) zu zerschlagen. Die Haus- und Herdgottheiten sollen hierdurch besänftigt werden,

und so alle bösen Einflüsse vom Brautpaar ferngehalten werden.

Nachdem Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und Familienangehörige einen Beitrag zum Scherbenhaufen geleistet haben, werden sie mit kleinen Speisen,

häufig Gulaschsuppe oder Spanferkel, bewirtet und mit Getränken versorgt.

 

Anschließend ist es Aufgabe des angehenden Brautpaares, die erste Tanzrunde zu eröffnen. Musikalisch geht es weiter. Gelegentlich tragen auch Gäste durch kurze Vorträge oder Spiele zur Auflockerung des Abends bei. 

 

Um 24.00 Uhr erfolgt das Zusammenfegen der Scherben durch die angehenden Brautleute. Da häufig viele Gäste am nächsten Tag arbeiten müssen, endet das Fest anschließend, oder es wird - je nach vorheriger Absprache mit dem Musiker und der Stimmung der Gäste - noch ein bis zwei Stunden weitergefeiert.

 

 

Normalerweise wird dabei 03:00 Uhr nicht überschritten.